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Schaum – Sklerosierung Alternative zur OP

Über die Behandlung von Krampfadern durch Schaumsklerosierung mit Aethoxysklerol

Die Schaumsklerotherapie ist eine moderne, minimal-invasive Behandlungsmethode mit dem wirksamen Sklerosierungsmittel Aethoxysklerol. Die Verödung kann auch unter Ultraschallkontrolle durchgeführt werden – ambulant oder im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs. Seitenastvenen, kleine Besenreiser, aber auch große Stammvenen können mit Schaum verschlossen werden. Diese Technik eignet sich auch besonders für wiederkehrende Krampfadern, sogenannte Rezidive in der Leiste oder in den Kniekehlen, und kann auch mit anderen Behandlungsmöglichkeiten kombiniert werden. Bei dieser Technik wird der Schaum durch Mischen von Aethoxysklerol mit einem geeigneten Medium (z.B. Luft oder CO₂) hergestellt, um die optimale Konsistenz für eine gleichmäßige Applikation in die betroffene Vene zu erreichen. Im Vergleich zu Aethoxysklerol in flüssiger Form wirkt Aethoxysklerol-Schaum über einen längeren Zeitraum lokal an der Gefäßwand, wo er eine chemische Veränderung der Strukturen der Veneninnenwand bewirkt, die wiederum eine sterile Entzündungsreaktion mit Verschluss der entsprechenden Venen auslöst und zu einer faserigen Umwandlung führt – ein Prozess, der einen dauerhaften Verschluss der behandelten Vene gewährleistet. Die aufgetragene Schaummenge ist auf maximal 10 ml Schaum pro Behandlung begrenzt. Im Vergleich zur chirurgischen Entfernung oder thermischen Verödung der Stammvenen ist die Schaumsklerotherapie weniger wirksam und kann wiederholte Behandlungen erfordern; die Anzahl der Behandlungen richtet sich nach der Ultraschallkontrolle des Behandlungseffekts und der Zufriedenheit des Patienten.

Der Ablauf des Verfahrens

Die Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Beratungsgespräch und einer Ultraschalluntersuchung, bei der der Arzt den genauen Zustand und das Ausmaß der betroffenen Venen feststellt. Nach Desinfektion und eventueller örtlicher Betäubung wird der vorbereitete Aethoxysklerol-Schaum mit einer Nadel nahezu schmerzfrei in die Zielvene injiziert. Der gesamte Eingriff dauert in der Regel 30 bis 45 Minuten und ist für den Patienten nur minimal unangenehm. Die behandelte Vene wird anschließend durch Kompressionsstrumpf über einem asymmetrischen Baumwollverband komprimiert. Ein obligatorischer 30-minütiger Spaziergang zur Thromboseprophylaxe gehört ebenfalls zur Behandlung. Etwa 2-3 Wochen nach der Behandlung wird eine Nachuntersuchung empfohlen, bei der je nach Bedarf mehrere Einstiche in die bereits verschlossene Vene vorgenommen werden, durch die die in der Vene verbliebenen Reste des geronnenen Blutes herausgepresst werden können, um das ästhetische Ergebnis zu verbessern und mögliche Schmerzen, die durch die fibrotische Umwandlung der Vene entstehen können, zu verringern.

Nutzen und Risiken

Vorteile:

  • Genauigkeit und Effizienz: Der Aethoxysklerol-Schaum ermöglicht eine präzise und gleichmäßige Anwendung, was zu einer hohen Erfolgsquote des Verfahrens beiträgt.
  • Dauerhafter Venenverschluss: Das Verfahren führt zu einer faserigen Umwandlung, die einen dauerhaften Verschluss der behandelten Vene gewährleistet.
  • Minimale Invasivität: Kleine Einstiche und ein kurzer Eingriff verringern das Risiko von Komplikationen und ermöglichen eine schnelle Genesung.
  • Ästhetische Verbesserung: Die Entfernung von Krampfadern verbessert das Aussehen der Haut im behandelten Bereich erheblich.

Risiken:

  • Vorübergehende Reaktionen: An der Injektionsstelle können vorübergehend Schmerzen, Schwellungen, Rötungen oder Blutergüsse auftreten. Aufgrund des Luftblasengehalts des Schaums kann es bei der Injektion in den Blutkreislauf zu Migräne, Übelkeit oder kurzfristigen Sehstörungen kommen.
  • Seltene Komplikationen: Dazu gehören das Risiko einer Infektion, die Möglichkeit einer individuellen lokalen Hautreaktion auf Aethoxysklerol in unterschiedlichem Ausmaß bis hin zu einer möglichen Nekrose, eine allgemeine allergische Reaktion auf Aethoxysklerol, eine Venenthrombose
  • Notwendigkeit wiederholter Behandlungen: In einigen Fällen, insbesondere bei ausgedehnten oder chronischen Erkrankungen, kann es notwendig sein, eine Reihe von Behandlungen durchzuführen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie läuft die Behandlung von Krampfadern mit Schaumsklerotherapie mit Aethoxysklerol ab?
Das Verfahren beginnt mit einem Beratungsgespräch und einer Ultraschalluntersuchung, gefolgt von der Anwendung von Aethoxysklerol-Schaum in die betroffene Vene. Der Schaum schädigt das Endothel, was zu einer sterilen Entzündungsreaktion und einer anschließenden faserigen Umwandlung der Gefäßwand führt, wodurch die Vene dauerhaft verschlossen wird.

Wie lange dauert der Eingriff?
Der gesamte Eingriff dauert in der Regel 30 bis 45 Minuten, je nach Anzahl und Größe der behandelten Venen.

Wann kann ich mit Ergebnissen rechnen?
Die ersten Verbesserungen können bereits nach einigen Wochen sichtbar sein, während die endgültige ästhetische und funktionelle Wirkung erst nach einigen Monaten beurteilt werden kann, wenn die Fasertransformation vollständig abgeschlossen ist.

Ist der Eingriff schmerzhaft?
Die Patienten empfinden in der Regel nur leichte Beschwerden, die durch eine örtliche Betäubung gelindert werden.

Wie viele Eingriffe sind erforderlich?
Die Anzahl der Eingriffe hängt vom Ausmaß der Beteiligung ab. Bei manchen Patienten reicht ein einziger Eingriff aus, während bei anderen eine Reihe von Eingriffen empfohlen werden kann.

Gibt es Kontraindikationen?
Zu den Kontraindikationen gehören aktive Hautinfektionen, schwere dermatologische Erkrankungen, Herzfehler (z. B. Foramen ovale) oder eine individuelle Allergie gegen Aethoxysklerol. Relative Kontraindikationen sind wiederkehrende Venenthrombosen und Migräne. Daher ist eine gründliche Untersuchung und Beratung durch einen Facharzt vor dem Eingriff unerlässlich.