Was ist Mykotherapie?
Die Mykotherapie befasst sich mit der Verwendung von Pilzen und Pilzpräparaten im Zusammenhang mit der Gesundheit. Sie stützt sich auf traditionelle Erfahrung und auf die Forschung zu Polysacchariden, Triterpenen und weiteren Inhaltsstoffen. Der Begriff „Vitalpilze“ umfasst sehr unterschiedliche Arten und ist keine Garantie für eine bestimmte gesundheitliche Wirkung.
Manche Pilze sind ein gewöhnlicher Teil der Ernährung. Andere kennen wir vor allem als Rohstoff für Nahrungsergänzungsmittel oder spezielle, untersuchte Präparate. Lebensmittel, Pulverkapsel, standardisierter Extrakt und Arzneimittel müssen weder gleich zusammengesetzt sein noch gleich wirken.
Nahrungsergänzungsmittel können die Ernährung ergänzen. Sie ersetzen keine Diagnostik, keine verordneten Medikamente und keine Behandlung einer Erkrankung.
Bestellschein MycoVital
Präparate von MycoVital können Sie mit diesem Bestellschein direkt beim Hersteller bestellen. Das Formular lässt sich am Computer ausfüllen oder ausdrucken.
Meine Partnernummer #1244743-V13366 ist bereits eingetragen. So wird Ihre Bestellung meiner Ordination zugeordnet.
Senden Sie das ausgefüllte Formular per E-Mail, Fax oder Post an den Hersteller; die Kontaktdaten stehen auf dem Formular. Wir empfehlen, Präparate erst nach einer Beratung auszuwählen.
Die einzelnen Pilze kennenlernen
Das Foto zeigt Ihnen das Aussehen des Pilzes. Das Diagramm zeigt die Bereiche, mit denen traditionelle Anwendung oder Forschung verbunden sind. Im Begleittext erfahren Sie, was diese Zusammenhänge in der Praxis bedeuten.
Die Diagramme zeigen weder die Stärke einer Wirkung noch eine Liste von Krankheiten, die der Pilz heilt.
Was macht Pilze interessant?
Beta-Glucane und andere Polysaccharide
Sie sind Bestandteil der Zellwände von Pilzen. Ihre Struktur unterscheidet sich je nach Art und beeinflusst ihre biologischen Eigenschaften. Untersucht wird vor allem der Kontakt mit Immunzellen. Die Angabe „enthält Beta-Glucane“ sagt aber noch nicht, welchen Nutzen eine bestimmte Tagesdosis hat.
Triterpene und weitere spezifische Stoffe
Bei Reishi werden zum Beispiel Ganoderinsäuren untersucht, bei Hericium Hericenone und Erinacine. Ihr Gehalt hängt auch vom verwendeten Pilzteil und von der Verarbeitung ab.
Ballaststoffe und Darmmilieu
Pilze enthalten Chitin und weitere Ballaststoffe. Ihre Beziehung zum Darmmilieu ist Gegenstand der Forschung. Bei Verdauungsbeschwerden spielen aber auch Verträglichkeit, Menge und die übrige Ernährung eine Rolle.
Vitamine, Mineralstoffe und weitere Bestandteile
Die Zusammensetzung ändert sich je nach Art, Anbau und Verarbeitung. Ein Stoff im Pilz bedeutet nicht automatisch eine relevante Zufuhr aus wenigen Kapseln. Bei Präparaten mit zugesetzten Vitaminen und Mineralstoffen lohnt sich ein Blick auf die tatsächliche Menge in der Tagesdosis.
Welche Bereiche interessieren Sie?
Öffnen Sie das Thema, das Sie interessiert. Es geht um Bereiche traditioneller Anwendung und Forschung, nicht um eine Liste von Krankheiten, die Pilze heilen.
Verdauung und Darmwohl
Hericium, Pleurotus und Poria gehören zu den Pilzen, die mit der Verdauung in Verbindung gebracht werden. Beachtet werden Schleimhäute, Mikrobiota und die Verarbeitung der Nahrung. Anhaltende Blähungen, Reflux, Durchfall oder Verstopfung können jedoch ganz unterschiedliche Ursachen haben. Bei Blut im Stuhl, Gewichtsverlust oder starken Schmerzen ist eine Untersuchung nötig.
Müdigkeit, Stress, Schlaf und Gedächtnis
Cordyceps, Reishi und Hericium werden oft im Zusammenhang mit Vitalität und Nervensystem genannt. Müdigkeit kann aber mit Schlaf, Blutarmut, Schilddrüse, Medikamenten oder seelischer Belastung zusammenhängen. Neue Gedächtnisprobleme oder anhaltende Schlaflosigkeit gehören ärztlich abgeklärt.
Zucker-, Fettstoffwechsel und Körpergewicht
Coprinus, Maitake, Agaricus bisporus und Shiitake sind Gegenstand der Stoffwechselforschung. Die Behandlung von Diabetes und erhöhtem Cholesterin stützt sich auf bewährte Verfahren. Pilzpräparate sind kein Grund, Insulin, Statine oder andere Medikamente ohne ärztliche Absprache zu ändern.
Kreislauf, Flüssigkeiten und Schwellungen
Auricularia wird mit Gefäß- und Plättchenmechanismen verbunden, Polyporus und Poria mit traditionellen Konzepten des Flüssigkeitshaushalts. Schwellungen und Durchblutungsstörungen müssen jedoch abgeklärt werden. Besonders bei Blutverdünnern, Diuretika und Nierenerkrankungen wird die Auswahl individuell beurteilt.
Haut, Haare und Bewegungsapparat
Die Beziehungen zwischen Ernährung, Darm, Immunsystem und Haut sind komplex. Genannt werden hier etwa Hericium, Reishi, Pleurotus und Polyporus. Haarausfall, Hautausschlag oder Gelenkschmerzen haben mehrere mögliche Ursachen; ein Präparat ersetzt nicht deren Abklärung.
Immunsystem, Allergien und Autoimmunerkrankungen
ABM, Reishi, Maitake und Shiitake gehören zu den untersuchten Quellen immunaktiver Stoffe. Das Immunsystem ist jedoch kein einfacher Schalter, der immer verstärkt werden muss. Bei Allergien, Autoimmunerkrankungen, nach Transplantation oder unter Immunsuppressiva ist die Beurteilung der konkreten Situation entscheidend.
Krebstherapie
Polysaccharide und andere Pilzinhaltsstoffe werden auch in der Onkologie erforscht. Daten zu einem bestimmten standardisierten Präparat sind jedoch kein Beweis für die Wirkung beliebiger Kapseln. Besprechen Sie jedes Nahrungsergänzungsmittel während Chemotherapie, Strahlentherapie, Immuntherapie oder anderer Krebsbehandlung mit Ihrem Onkologen.
Pulver, Extrakt oder Kombination?
Pulver bewahrt ein breiteres Spektrum der Bestandteile des verwendeten Pilzrohstoffs. Eine Extraktion wählt bestimmte Stoffe aus und konzentriert sie je nach Verfahren. Keine der beiden Formen ist automatisch für alle besser geeignet.
Wichtig sind Art, verwendeter Pilzteil, Verarbeitung, Dosis und die Daten zum konkreten Präparat. Eine höhere Zahl auf der Packung oder ein höheres Extraktionsverhältnis bestätigen für sich keinen größeren gesundheitlichen Nutzen.
Bei Kombinationen mit Vitaminen, Mineralstoffen oder Kräutern beurteilen wir das gesamte Produkt. Derselbe Pilz in zwei Mischungen bedeutet nicht dasselbe Produkt.
Produkte von MycoVital
Das Sortiment umfasst Einzelpilzpulver, Pilzmischungen und Kombinationen mit weiteren Bestandteilen. Viele Produkte enthalten BIO-Rohstoffe; Herkunft, Zertifizierung und Zusammensetzung sind auf dem jeweiligen Etikett zu lesen.
Bei der Auswahl achten wir auf eine verständliche Zusammensetzung, eine passende Tagesdosis und das Zusammenspiel mit Medikamenten oder anderen Ergänzungen.
Ergänzende Produkte und ihre Zusammensetzung →Wie läuft die Beratung ab?
Wir beginnen mit Ihren Anliegen
Wir sprechen über Ihre Beschwerden, die bisherige Behandlung und was Sie sich von einem Präparat erwarten. Bereiten Sie eine Liste Ihrer Medikamente, Nahrungsergänzungen, Allergien und vorhandene Befunde vor.
Wir prüfen Eignung und Sicherheit
Wir berücksichtigen Diagnosen, mögliche Wechselwirkungen und die genaue Zusammensetzung des Präparats. Manchmal ist eine ergänzende Untersuchung oder eine Änderung der Lebensweise der sinnvollste Schritt.
Wir vereinbaren das weitere Vorgehen
Wenn die Einnahme sinnvoll ist, vereinbaren wir die Dosis nach dem konkreten Produkt, die Kontrolle der Verträglichkeit und einen Termin zur Auswertung. Eine verordnete Therapie ändert der Arzt, der sie führt.
Dosierung und Einnahmedauer
Eine universelle Dosis „für das Immunsystem“ oder „für eine bestimmte Krankheit“ gibt es nicht. Entscheidend sind Zusammensetzung, Etikett und individuelle Beurteilung. Bei manchen Einzelpilzkapseln wird zum Beispiel eine Aufteilung auf drei Tagesdosen verwendet; Vitaminmischungen können ein ganz anderes Schema haben.
Nehmen Sie Kapseln mit ausreichend Flüssigkeit nach den Angaben des Herstellers ein. Bei eingeschränkter Trinkmenge, Schluckstörungen oder Erkrankungen des Verdauungstrakts klären Sie die Anwendung vorher ab. Kombinieren Sie nicht mehrere Mischungen, ohne die Summe der Vitamine, Mineralstoffe und Kräuter zu prüfen.
Auch die oft genannte dreimonatige Einnahme ist keine allgemeine Regel. Die Dauer richtet sich nach dem Grund der Einnahme, der Verträglichkeit und dem, was sinnvoll beobachtet werden kann. Warten Sie bei einer Verschlechterung nicht auf eine angebliche „Entfaltung der Wirkung“.
Wann ist besondere Vorsicht nötig?
- Blutverdünner und geplante Eingriffe: Teilen Sie Ihrem Arzt alle Ergänzungen mit. Wichtig können vor allem Auricularia, Reishi und Mischungen mit Vitamin K sein.
- Diabetes: Setzen Sie Ihren Therapieplan und die Blutzuckerkontrollen fort. Ein Präparat ist kein Grund, Insulin auszulassen.
- Krebstherapie, Transplantation und Immunsuppressiva: Die Eignung beurteilt der behandelnde Facharzt.
- Leber- oder Nierenerkrankungen: Beurteilt wird das gesamte Produkt; besondere Aufmerksamkeit verdient Chaga mit ihrem Oxalatgehalt.
- Schwangerschaft, Stillzeit und Kindesalter: Sicherheit darf nicht allein deshalb angenommen werden, weil ein Produkt natürlich ist.
- Allergien und Nebenwirkungen: Ein neuer Ausschlag oder Juckreiz ist kein Zeichen einer „Entgiftung“. Unterbrechen Sie die Einnahme und holen Sie Rat ein; bei Atemnot oder Gesichtsschwellung suchen Sie sofort Hilfe.
Häufige Fragen
Ist ein Nahrungsergänzungsmittel dasselbe wie ein Arzneimittel?
Nein. Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel haben unterschiedliche Zwecke und werden nach unterschiedlichen Regeln beurteilt. Ein Nahrungsergänzungsmittel ist nicht zur Behandlung einer Krankheit bestimmt.
Heißt eine lange Tradition, dass die Wirkung bestätigt ist?
Tradition hilft, die historische Anwendung zu verstehen. Über die Wirksamkeit bei einem bestimmten Problem entscheidet aber die Qualität der klinischen Daten zum jeweiligen Präparat.
Warum sind auf den Diagrammen Organe abgebildet?
Sie helfen, sich rasch in den Bereichen traditioneller Anwendung und Forschung zu orientieren. Die Verbindung mit einem Organ bedeutet keine bestätigte Behandlung seiner Erkrankung. Die Bedeutung erklärt der Text beim jeweiligen Pilz.
Kann ich mehrere Pilze gleichzeitig einnehmen?
Das hängt von Zusammensetzung, Dosis und Gesundheitszustand ab. Bei Mehrkomponentenpräparaten können sich auch Vitamine, Mineralstoffe oder Kräuter wiederholen. Mehr Bestandteile bedeuten nicht automatisch mehr Nutzen.
Darf ich bei Besserung meine Medikamente absetzen?
Ändern Sie Ihre Behandlung nicht selbst. Dosisänderungen oder das Absetzen besprechen Sie mit dem Arzt, der die Therapie führt.
Sind die Präparate bei Krebs geeignet?
Das lässt sich nicht allgemein beantworten. Entscheidend sind die onkologische Therapie, das konkrete Präparat und mögliche Wechselwirkungen. Die Rücksprache mit dem Onkologen hat Vorrang vor einer Empfehlung nach dem Namen eines Pilzes.
Warum ist Coriolus in der Übersicht, wenn das Produkt nicht eingenommen werden soll?
Coriolus ist aus Sicht der Forschung interessant. Das aktuelle Produkt MycoVital 0090 ist jedoch für technische Verarbeitung und Forschung bestimmt, nicht für den menschlichen Verzehr. Deshalb hat es ein reines Informationsprofil ohne Einnahmeempfehlung.
Wann lässt sich die Einnahme beurteilen?
Das hängt vom Grund der Einnahme und vom beobachteten Ergebnis ab. Es ist sinnvoll, den Kontrolltermin vorab zu vereinbaren. Anhaltende oder zunehmende Beschwerden müssen untersucht werden.
Chirurgische Erfahrung, ehrliche Beratung.
Dr. Pavol Garcar studierte an der Karlsuniversität in Prag, war als Chirurg an der Universitätsklinik in Košice tätig, ist seit 2005 Facharzt für Chirurgie und seit 2012 Oberarzt im Klinikum Freistadt. Seit 2020 ist er zugleich als Wahlarzt im Ärztezentrum Freistadt tätig.
Unsicher, ob das zu Ihnen passt? Beginnen Sie mit einer Beratung.
Beschreiben Sie, was Sie belastet. Danach wird vereinbart, ob ein Online-Start sinnvoll ist oder gleich eine Untersuchung in der Ordination. Bringen Sie zur Beratung auch eine Liste Ihrer Medikamente und Nahrungsergänzungen mit.
Wichtige Hinweise
Die Inhalte dienen der Information und ersetzen keine individuelle ärztliche Untersuchung. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine abwechslungsreiche Ernährung und keine verordnete Behandlung. Die Diagramme zeigen traditionelle und untersuchte Zusammenhänge, keine zugelassenen Anwendungsgebiete. Zusammensetzung und Hinweise können sich ändern; maßgeblich ist das aktuelle Etikett des jeweiligen Produkts.