Mykotherapie • Pilzprofil

Auricularia

Judasohr · Auricularia spp.

Auricularia fällt durch ihren elastischen, ohrförmigen Fruchtkörper auf. Sie ist Teil der asiatischen Küche und wird in der Mykotherapie traditionell mit Kreislauf, Schleimhäuten und Verdauung verbunden.

Judasohr – Auricularia spp., Foto des Pilzes.

Zusammenhänge im Überblick

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Auricularia: untersuchte Zusammenhänge – keine bestätigten Heilwirkungen.

Zum Vergrößern auf das Diagramm klicken. Das Diagramm ist eine Informationsübersicht traditioneller und untersuchter Zusammenhänge. Es zeigt weder die Stärke einer Wirkung noch die Bestätigung einer Behandlung einer bestimmten Krankheit.

Was bedeutet das Diagramm?

Das Forschungsinteresse gilt dem Verhalten der Blutplättchen und Prozessen in der Gefäßwand. Die traditionelle Anwendung betrifft auch trockene Schleimhäute und die Verdauung. Diese Zusammenhänge belegen keine Vorbeugung von Thrombose, Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Was weiß die Forschung?

Klinische Studien zum Judasohr gibt es kaum. Am besten dokumentiert ist die Wirkung auf die Blutplättchen: Bereits 1980 beschrieb das New England Journal of Medicine einen Mann, bei dem nach Speisen mit diesem Pilz die Blutplättchen vorübergehend nicht richtig funktionierten und kleine Hautblutungen auftraten.

Laborversuche mit menschlichem Blut bestätigen, dass ein Extrakt die Verklumpung der Blutplättchen dämpft, übliche Gerinnungstests aber nicht verändert. Ob das für Gesunde einen Schutz für Herz und Gefäße bedeutet, wurde klinisch noch nicht geprüft.

Fazit: in der Praxis eher ein Warnhinweis als ein Nutzen. Bei Blutverdünnern und vor Operationen die Einnahme immer dem Arzt mitteilen.

Traditionelle Anwendung und mechanistische Daten; kein Ersatz für eine Thrombozytenhemmung oder Blutverdünnung.

Worauf bei der Auswahl achten

Besondere Vorsicht ist bei gerinnungshemmenden Medikamenten, Blutungsneigung und vor geplanten Operationen geboten. Informieren Sie vor der Einnahme Ihren Arzt.

Quellen und Fachgrundlagen

Das Pilzfoto stammt aus dem Kurs „Mycotherapie“ (MycoVital) und wird mit Zustimmung verwendet; das Diagramm ist eine neue Grafik.

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