Mykotherapie • Pilzprofil

Chaga

Schiefer Schillerporling · Inonotus obliquus

Chaga bildet an Bäumen dunkle, unregelmäßige Wucherungen. Sie enthält Polysaccharide und weitere Stoffe, die in der Forschung zu oxidativem Stress und Zellprozessen Interesse wecken.

Schiefer Schillerporling – Inonotus obliquus, Foto des Pilzes.

Zusammenhänge im Überblick

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Chaga: untersuchte Zusammenhänge – keine bestätigten Heilwirkungen.

Zum Vergrößern auf das Diagramm klicken. Das Diagramm ist eine Informationsübersicht traditioneller und untersuchter Zusammenhänge. Es zeigt weder die Stärke einer Wirkung noch die Bestätigung einer Behandlung einer bestimmten Krankheit.

Was bedeutet das Diagramm?

Eine antioxidative Wirkung im Reagenzglas ist nicht dasselbe wie ein Schutz des Menschen vor Krankheit. Ebenso bestätigen Ergebnisse an Viren oder Tumorzellen keine Behandlung von Infektionen oder Krebs durch Chaga.

Was weiß die Forschung?

Wirksamkeit und Sicherheit von Chaga wurden bisher nicht in klinischen Studien am Menschen geprüft. Die oft beschriebenen krebshemmenden, entzündungshemmenden oder blutzuckersenkenden Wirkungen stammen aus Versuchen an Zellen und Tieren. Menschliche Daten gibt es nur aus dem Labor: Ein Extrakt schützte im Reagenzglas weiße Blutkörperchen von Gesunden und von Patienten mit chronischer Darmentzündung vor oxidativen Schäden.

Gut beschrieben ist dagegen das Risiko. Chaga enthält sehr viel Oxalat, und in der Fachliteratur gibt es Fälle von Nierenschäden bis zum Nierenversagen nach langer Einnahme größerer Mengen Pulver, also mehrerer Gramm täglich über Monate bis Jahre. Laborstudien deuten auch auf einen Einfluss auf Blutgerinnung und Blutzucker hin.

Fazit: ein beliebter Pilz mit sehr schwachen Belegen für eine Wirkung beim Menschen und einem bekannten Risiko für die Nieren.

Überwiegend präklinische Daten. Bekannt sind auch klinische Berichte über Nebenwirkungen an den Nieren.

Worauf bei der Auswahl achten

Bei hoher oder langfristiger Einnahme wurden Nierenschäden durch Oxalate beschrieben. Bei Nierenerkrankungen oder Oxalatsteinen ist eine Selbstbehandlung nicht geeignet.

Quellen und Fachgrundlagen

Das Pilzfoto stammt aus dem Kurs „Mycotherapie“ (MycoVital) und wird mit Zustimmung verwendet; das Diagramm ist eine neue Grafik.

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