Was bedeutet das Diagramm?
Die Forschung untersucht immunologische, entzündliche und Stoffwechselmechanismen. Die traditionelle Bezeichnung „Pilz der Langlebigkeit“ ist ein kultureller Name, kein Versprechen eines längeren Lebens. Auch der Begriff Adaptogen sagt nichts über die Wirksamkeit bei einer bestimmten Diagnose.
Was weiß die Forschung?
Reishi ist neben Coriolus der Pilz, mit dem sich das US-amerikanische National Cancer Institute (NCI) ausführlich befasst. Eine unabhängige Cochrane-Übersicht ergab, dass Krebspatienten, die Reishi zusätzlich zu Chemo- oder Strahlentherapie einnahmen, etwas häufiger auf die Therapie ansprachen und bessere Immunwerte hatten. Einige berichteten auch über eine bessere Lebensqualität. Die Studien waren jedoch klein und von geringerer Qualität, Reishi allein zeigte keine Wirkung, und die Autoren empfehlen ihn nicht als Ersatz der Standardtherapie.
In einer japanischen Studie verlangsamte ein Myzelextrakt innerhalb eines Jahres das Wachstum von Darmpolypen, einer Krebsvorstufe. Reishi wird meist gut vertragen. Beschrieben sind jedoch Leberschäden, und er kann die Wirkung von Blutverdünnern verstärken.
Fazit: eine der am besten untersuchten Ergänzungen zur Krebstherapie, mit bisher wenig belastbarer Evidenz.
Präklinische und klinische Arbeiten mit verschiedenen Präparaten; ihre Ergebnisse lassen sich nicht auf alle Reishi-Produkte verallgemeinern.